Dezember 2003

Kitteltaschenbuch "Wundauflagen"
Dekubitusverantwortung von Pflegefachkräften und Ärzten
Johnson & Johnson jetzt auch mit Hydrokolloidverbänden
ChitoSkin - eine neuartige Wundauflage auf Chitosan-Basis

Kitteltaschenbuch "Wundauflagen"
 
Wer schnell und ständig griffbereit Informationen zu Wundbehandlungsmitteln zur Verfügung haben möchte, dem sei das Kitteltaschenbuch "Wundauflagen" von Anette Vasel-Biergans und Wiltrud Probst empfohlen.

Neben einer Kurzbeschreibung der Charakteristika der Produktgruppen von Wundbehandlungsmitteln stehen ausführliche Produktmonographien im Mittelpunkt des Buches. Es werden nicht nur Medizinprodukte sondern auch eine kleine Auswahl von lokal applizierbaren Arzneimitteln beschrieben. Die Monographien beinhalten Angaben zu Indikationsgebieten und Anwendungshinweise.

In bewundernswürdiger Weise ist es den Autorinnen gelungen bei der Menge an Produkten zur Wundversorgung ein klares Ordnungsprinzip aufzustellen und einen fast vollständigen Überblick über den deutschen Markt zu geben. Das Buch schließt die bisher bestehende Lücke zu dieser Thematik innerhalb der angebotenen Fachliteratur.

 
Vasel-Biergans, A. und Probst, W.: nach oben
Wundauflagen
Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH Stuttgart 2003
440 Seiten, 22,00 €
ISBN 3-8047-2003-X

Dekubitusverantwortung von Pflegefachkräften und Ärzten
 
Kompetenzstreitigkeiten zwischen Pflegefachkräften und Ärzten sind in der Pflegepraxis, insbesondere in der Wundversorgung, nicht ungewöhnlich. "Der ärztliche Kenntnisstand reduziert sich häufig auf das Verordnen von Mercurochrom*, das ab dem 1.7.2003 nicht mehr zugelassen ist." (Zitat S. 64).

Durch Hans Böhme (Jurist) und Peter Jacobs (Pflegedirektor) wird der Fragestellung des Weigerungsrechts für das Pflegepersonal am Beispiel des Dekubitus nachgegangen.

Bei falscher ärztlicher Verordnung hat jede Pflegefachkraft das Recht Anordnungen in Zweifel zu stellen und sachliche sowie fachliche Einwände geltend zu machen. Sofern der anordnende Arzt diese Einwände nicht berücksichtigt, kann der Pflegefachkraft nur empfohlen werden, ihre Einwände in der Dokumentation aufzunehmen, um sich rechtlich abzusichern.

Im Rahmen ihrer Durchführungsverantwortung und damit auch Eigenverantwortung kann sich die Pflegefachkraft immer dann weigern eine unsachgemäße ärztliche Anordnung durchzuführen, wenn sie mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit, also fast 100-prozentig, falsch ist. Bestehen nur Zweifel an der Fachlichkeit, kann dieses Weigerungsrecht nur im Bereich der arztfreien Räume (ambulante und stationäre Altenpflege), keinesfalls dort, wo Ärzte ein arbeitsrechtliches Anordnungsrecht haben (z.B. Krankenhaus oder Arztpraxis) angewendet werden.

Die ärztliche Anordnung muß schriftlich vorliegen. Dementsprechend lässt sich nach der Handlungstheorie die Haftung in der Arbeitsteilung eindeutig zuordnen. Der Arzt haftet für die richtige Anordnung und die Pflegefachkraft für die richtige Durchführung.

Dieser Aufsatz zum Pflegerecht ist insbesondere für ambulante Pflegedienste und Altenpflegeeinrichtungen von größerem Interesse.

 
Bleibt Pflege immer ein Heil- und Hilfsberuf?
Verändert sich aufgrund neuer Rechtsprechung der Status der Pflegepersonen in Deutschland? (Teil 3) nach oben
Pflege- & Krankenhausrecht 6. Jg. 3/03: S.64-67

Johnson & Johnson jetzt auch mit Hydrokolloidverbänden
 
  NU-DERM* Border
  • die glatte Oberfläche verringert das Wirken von Scherkräften und unterstützt so den Heilungsprozess
  • Schutz vor Eindringen von Bakterien
 
NU-DERM* Thin
  • dünner semitransparenter Verband ermöglicht Wundbegutachtung ohne Entfernen des Verbandes
 
NU-DERM*  Ferse/Ellbogen
  • die angepasste Form ermöglicht eine gute Wundabdeckung selbst in schwierigen Regionen
 
NU-DERM* Sacrum
  • spezielle Form für besondere Anforderungen im Sakralbereich
     
Weitere Informationen bei der Johnson & Johnson Therapie-Beratung unter der kostenlosen Telefon-Nr.: 0800 / 100 13 07
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ChitoSkin - eine neuartige Wundauflage auf Chitosan-Basis
 
Durch die Entwicklung und Vermarktung neuartiger Wundauflagen auf Chitosan-Basis erweitert die Sangui AG, Witten, ihr Produktangebot. Eine ihrer besonderen Kompetenzen als Entwicklungsunternehmen liegt auf dem Gebiet der natürlichen Regeneration der Haut sowie in der Behandlung chronischer Wunden durch Hämoglobin-Zubereitungen.

Das natürliche Polymer Chitin - das Ausgangsmaterial für Chitosan - ist nach Cellulose das am schnellsten nachwachsende Biopolymer. Chitosan wird durch Deacetylierung von Chitin gewonnen. Als natürliche Polymere zeichnen sich Chitin und Chitosan durch ihre große Gewebe-Verträglichkeit aus, darüber hinaus sind sie bio-verwertbar und bio-abbaubar.

Das Naturpolymer Chitosan hat herausragende Eigenschaften, die für die Wundbehandlung eine bedeutende Rolle spielen. Chitosan zeigt in allen Phasen der Wundheilung aufgrund seiner besonderen molekularen Struktur nicht nur wünschenswerte physikalische, sondern zugleich aufgrund seiner Ähnlichkeit mit der natürlichen Gewebematrix günstige biologische Wirkungen. Die derzeit marktführenden Produkte zur feuchten Wundbehandlung basieren vorwiegend auf Hydrokolloiden, Polyacrylaten oder Alginaten und wirken dagegen lediglich rein physikalisch.

Die Chitosan-Wundauflage "ChitoSkin" hemmt die Bakterienbildung, verhindert Entzündungen, speichert Feuchtigkeit und bindet Proteine sowie Gerüche. Im Vergleich zu herkömmlichen Wundauflagen ist eine schnellere Wundheilung zu beobachten.

"ChitoSkin" wird bereits seit über 10 Jahren erfolgreich in Russland bei der Wundversorgung eingesetzt. Sie besteht aus chemisch vernetztem Chitosan in Verbindung mit Kollagen. Der heilende Effekt kann durch Zusatz bestimmter Wirkstoffe noch gesteigert werden.

Diese Erkenntnisse werden durch Ergebnisse von pharmakologischen Untersuchungen und Studien, die an russischen Kliniken in den Jahren 1992 bis 2002 durchgeführt wurden, untermauert.

In Deutschland ist die Markteinführung der Chitosan-Wundauflage "ChitoSkin" für März 2004 geplant.

 
Nähere Informationen erhalten Sie bei:
 
SanguiBioTech AG nach oben
58455 Witten
Alfred-Herrhausen-Str. 44
Tel.: 02302-915 200
Fax.: 02302-915 191